Vielversprechender Beginn des Konzepts zur Eingliederung der Asylbewerber in Philippsburg und finanzielle Unterstützung durch das Land Baden-Württemberg –Ministerium für Soziales und Integration- über das Projekt „Lokales Bündnis“

Zusammen mit einem Steuerungskreis -bestehend aus Hauptamtlichen der Stadt und anderen Behörden, einigen Stadträten, Vertretern der Pfarreien, Institutionen und Vereine, Ehrenamtlichen und Migranten – wurde für die Eingliederung der uns zugewiesenen Flüchtlinge in unsere Stadt der Arbeitskreis Integration Philippsburg „füreinander –aktiv-miteinander- aufgebaut.
Ende Mai fand das von unserem Fachdienst 21 erarbeitete Konzept bei der Vorstellung vor dem Gemeinderat seine Zustimmung. Ein ansprechendes Logo wurde in Zusammenarbeit mit dem Steuerungskreis und einem Designerbüro erstellt und wird für alle Veröffentlichungen in Presse und Homepage genutzt.
Bei einer Anfang Juni  im Sebastianusheim Rheinsheim für alle bereits tätigen Ehrenamtlichen sowie interessierten Bürgerinnen und Bürger durchgeführten Veranstaltung erläuterten wir auch hier unser Konzept (sowohl im Stadtanzeiger als auch auf der Homepage wurde hierüber informiert).
Über verschiedene Arbeitsgruppen mit vielfältigen Aufgaben soll die Einbindung der Flüchtlinge in unsere lokale Gesellschaft ermöglicht und erreicht werden.

Durch einige der gebildeten Arbeitsgruppen –Begegnungscafé, Sprache/Spielen/Lernen, Freizeit/Sport, Begleitung, Frauentreff/Kurse für alle, Weltgarten und Annahme & Ausgabe von Sachspenden-  wurden bereits etliche Aktivitäten gestartet.
So hat zum Beispiel die Arbeitsgruppe Begegnungscafé schon mehrere Zusammenkünfte organisiert; zusammen mit der Arbeitsgruppe Freizeit/Sport erfolgte eine Einladung über den SV Philippsburg, um den Zugang zum Sport und den Vereinen zu erleichtern.
Ehrenamtliche der Arbeitsgruppe Begleitung zeigten den neu angekommenen Männern die örtlichen Begebenheiten und übernahmen erforderliche Fahrten zu Ärzten. Die Kinder der Familien haben an Spielnachmittagen viel Spaß mit den Helferinnen und Helfern der Arbeitsgruppe Sprache/Spielen/Lernen.  Ehrenamtliche bieten zusätzlich Deutschunterricht neben den verpflichteten Integrationskursen an.
Die Gruppe Weltgarten bewirtschaftet mit Flüchtlingen zusammen ein Gartengrundstück.

Soweit nur eine kurze Aufzählung und Zusammenfassung der vielfältigen Tätigkeiten, welche die Ehrenamtlichen in ihrer Freizeit übernehmen und nur durch sie wird die Begegnungsintegration auch ermöglicht. An dieser Stelle nochmals ganz herzlichen Dank.

Die finanzielle Unterstützung des Landes Baden-Württemberg – Ministerium für Soziales und Integration über das Projekt „Lokales Bündnis“ erleichtert die Arbeit der Arbeitsgruppen und erweitert den Rahmen für so manche Vorhaben und Unternehmungen.

Zur aktuellen Situation:
In der Kernstadt (Hebelhaus, privaten Wohnungen und Bahnhofsgebäude) wohnen derzeit  rund 70  Personen –  Männer und 3 Familien mit insgesamt 12 Kindern -. Mitte September hat eine syrische Großfamilie mit 4 Erwachsenen und  6 Kindern ihr Zuhause in Huttenheim gefunden.
Ende Oktober werden 14 Pakistani in einer vom Landkreis angemieteten kleineren GU-Einheit  in  Rheinsheim untergebracht. 

Mit der Fertigstellung der geplanten Unterbringungsstätte für die Anschlussunterbringung (AU) kann wahrscheinlich erst im Frühjahr 2017 gerechnet werden und der Bau der Gemeinschaftsunterkunft (GU) wird vom Landkreis aufgrund rückgängiger Zuwanderungszahlen vorläufig zurückgestellt.

Für eine gelingende Integration all unserer Asylbewerber in unseren Stadtteilen sind wir stolz und dankbar auf einen guten Stamm von Ehrenamtlichen zurückgreifen zu können.
Wir freuen uns aber über jeden weiteren freiwilligen Helfer!