Großzügige Spende für Bäume / Gutes für Umwelt und Natur tun

Gutes tun kann man auf vielfältige Art und Weise. Mal für einzelne Mitmenschen und für die ganze Gemeinde, mal für die Natur und für die Umwelt. Wenn ein schöner Wald als Erholungsraum vorhanden ist, haben viele Mitbürger einen Nutzen, sagt sich Otmar Heil. Äußerst großzügig spendete er Nachwuchs für den Philippsburger Wald auf der Insel Elisabethenwört. Ganz bescheiden will er keinen Geldbetrag genannt haben.

Als Erstes wurden nun vom Forst zwei Schwarzpappeln (übrigens der Baum des Jahres 2006) angeschafft und gesetzt. Den Zusammenhang dieses Baumes mit der Wildrebe erläuterte Revierförster Christian Hautz in Anwesenheit von Bürgermeister Stefan Martus, Stellvertreter Werner Back, dem Sponsor und Forstmitarbeitern.

Die beiden gepflanzten einheimischen Schwarzpappeln, die relativ schnell wachsen, sollen zum Überleben einer umgestürzten Wildrebe beitragen. Aufgrund ihrer ökologischen Eigenschaften eignen sich die Schwarzpappeln gut als natürliche Aufstiegshilfe für Wildreben, da beide Arten ähnliche Standorte bevorzugen.

Derzeit wächst die sehr seltene Wildrebe an 14 Standorten in Auwäldern entlang des Oberrheins. Dazu gehört auch Philippsburg mit nur einem Exemplar.

Die Wildrebe ist die Urform der heutigen Kulturreben und die älteste Nutzpflanze der Welt. Leider ist die Art vom Aussterben bedroht.

Mit dem Verschwinden der Auwälder verschwanden auch die Lebensräume des echten Wilden Weins. Auch die Forstwirtschaft und die Konzentration auf Ertrag der Wälder haben es dem Wein schwer gemacht, geeignete Lebensräume zu finden.

Die kletterwütige Rebe erreicht bis 40 Meter Länge und benötigt nicht nur eine gewisse Grundfeuchtigkeit, sondern auch einen echten wilden Wald mit Eichen, Ulmen und Weiden. Sie ist eine Schlingpflanze und braucht Kletterhilfen, um ans Sonnenlicht zu kommen.

Bürgermeister Martus würdigte vor Ort die wichtige Funktion des Waldes als CO2-Speicher.

(Werner Schmidhuber)

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