841 Kinder im Alter von einem Jahr bis sechs Jahren

Betreuungssituation im Stadtgebiet hat sich deutlich entspannt

Kindergarten Erlenwiesen

Mit der ausführlich dargelegten Kindergartenbedarfsplanung ab 2026/2027 und der aktuellen Situationsbeschreibung in den Kindertageseinrichtungen der Stadt hat sich der Gemeinderat zufrieden gezeigt. Mehr noch: Alle fünf Fraktionen lobten die 31-seitige „vorbildliche Sitzungsvorlage“ von Rathausmitarbeiterin Özlem Koch und deren Ausführungen in der Gemeinderatssitzung. Anlass für die Behandlung des Themas war ein 20-teiliger Fragekatalog der CDU, den die Kita-Fachfrau Koch so abarbeitete, dass, wie es hieß, keine Fragen offenblieben.

Eine Fülle von Informationen bekamen die Stadträte: Zum Stichtag Mitte August leben im Stadtgebiet insgesamt 841 Kinder im Alter von einem Jahr bis sechs Jahren. Für sie besteht grundsätzlich ein Rechtsanspruch auf Förderung in einer Kindertageseinrichtung oder in Kindertagespflege. Davon leben 503 Kinder in Philippsburg, 170 in Huttenheim und 168 in Rheinsheim.

Das derzeitige Betreuungsangebot umfasst zwei städtische Kitas. Darüber hinaus befinden sich zwei Einrichtungen in der Trägerschaft der Kirchengemeinde. Eine weitere Kindertageseinrichtung hat die AWO übernommen. Hinzu kommen zwei Angebote des Vereins zur Förderung der Waldorfpädagogik. Darüber hinaus bestehen zwei TigeR-Gruppen, die durch den Tageselternverein betreut werden und ein familiennahes Betreuungsangebot insbesondere für jüngere Kinder darstellen. Insgesamt gibt es 36 Gruppen, 650 Kinder sind dort untergebracht.

Zu Beginn des Kindergartenjahres 2025/2026 war die Belegungssituation äußerst angespannt, hieß es. Eine zusätzliche Herausforderung stellte die zunehmende Zahl von Kindern mit inklusivem Unterstützungsbedarf dar. Im Verlauf des gesamten Kindergartenjahres 2025/2026 wurden durchschnittlich 62 Inklusionskinder betreut. Die Belegungsquote aller Kitas betrage 98,5 Prozent.

Auf Nachfrage wurde bestätigt, dass Personal in ausreichender Zahl vorhanden sei. Der Anfangsbestand der reinen Kindergartenplätze (ohne TigeR-Gruppen) liege bei insgesamt 630 Plätzen. Durch die Erweiterung des AWO-Angebots um zwei Gruppen kommen 44 weitere Ü3-Plätze hinzu. Laut Koch habe sich die Betreuungssituation im Stadtgebiet im Vergleich zu den vergangenen Jahren deutlich entspannt. Erstmals stehen ausreichend Betreuungsplätze zur Verfügung. Auch kurzfristig entstehende Betreuungsbedarfe könnten aufgefangen werden.

Insbesondere die teilweise deutlich kleineren jüngeren Jahrgänge werden sich zeitversetzt auf die Nachfrage nach Betreuungsplätzen auswirken. Doch könnte sich die Entwicklung durch allerlei Umständen auch verschlechtern. Die vorhandenen Betreuungskapazitäten müssten daher regelmäßig überprüft werden. 

Aufgrund der etwas entspannten Situation könne erstmals der Fokus stärker auf die bedarfsgerechte Steuerung der Angebote, die Qualität der Betreuung und eine langfristig tragfähige und wirtschaftliche Angebotsstruktur gerichtet werden. 


W. Schmidhuber

Zurück