Mit Tempo 154 durch 30er-Strecke/Verkehrszählungen in der Kasernenstraße vorgestellt

Erneut hat sich der Gemeinderat mit der Verkehrszählung und Verkehrsbelastung auf der Kasernenstraße befasst, die über eine Brücke zum Logistikzentrum führt. Dabei geht es nicht nur um überschrittene Geschwindigkeiten, sondern auch um eine mögliche Absenkung des unmittelbar angrenzenden Walthersees und um die Standfestigkeit der Kasernenstraße, hieß es im CDU-Ursprungsantrag von 2022. Die kerzengerade Straße verleitet dazu, aufs Gas zu drücken.

„Wir werden weiterhin messen“, hatte Bürgermeister Stefan Martus (Uli) bei der Beratung im April 2023 angekündigt, als die Überlegung aus dem Gremium kam, von 30 auf 50 Stundenkilometer zu erhöhen. „Wenn wir wieder auf 50 erhöhen, wird dort zwischen 60 und 70 gefahren“, so der damalige Hinweis des Rathauschefs, der von den meisten Stadträten geteilt wurde.

Nunmehr lag eine neue detaillierte Verkehrszählung für die Kasernenstraße vor, die zwischen Februar 2024 und Ende Januar 2025 erfolgte. Die Messungen des Verkehrsflusses nach Inbetriebnahme des dortigen Logistikzentrums nahmen die vier Fraktionen CDU, LDP, Uli, FW und AfD, wie von der Verwaltung empfohlen, zur Kenntnis – ohne irgendwelche Forderungen.

Über den Zeitraum hinweg wurden 163.861 Fahrzeuge registriert und dabei beidseitig die Fahrspuren gemessen. Die durchschnittliche Geschwindigkeit betrug 41 Stundenkilometer. 80 Prozent aller Fahrzeuge überschritten die Geschwindigkeitsbeschränkung von 30 km/h.

Auf satte 154 Stundenkilometer kam der erwischte Rekordhalter. An den Kontrolltagen erfasste das Landratsamt Karlsruhe insgesamt 741 Fahrzeuge. Vor der Inbetriebnahme des Logistikzentrums betrug die durchschnittliche Verkehrsbelastung auf der Kasernenstraße 926 Fahrzeuge pro Tag. Im vergangenen Jahr reduzierte sich die Verkehrsbelastung deutlich auf 476 Fahrzeuge.

Der geringere Anteil ist hauptsächlich darauf zurückzuführen, dass nach der Inbetriebnahme des Logistikzentrums sowohl der Baustellenverkehr als auch der Verkehr von Monteurfahrzeugen entfiel, so Rathaus-Fachdienstleiter Timo Tirolf bei der Präsentation der Zahlen. Die Verwaltung habe in jüngster Zeit keine Beschwerden mehr von Anwohnern erhalten.


W. Schmidhuber

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