Neue Ortseingangstafeln für die Stadtteile
Besonderheiten wird grafisch Rechnung getragen
Wer demnächst in einen der drei Philippsburger Stadtteile kommt, wird mächtig staunen. Zu sehen sind neue beeindruckende Ortseingangstafeln. Beim Material handelt es sich um Aluminium. Mit ihren besonderen Symbolen für Philippsburg, Huttenheim und Rheinsheim dürften sie für große Aufmerksamkeit sorgen.
Jetzt hat der Gemeinderat die Anschaffung von drei Mal drei Eingangstafeln für insgesamt 2.100 Euro beschlossen. Neben den jeweiligen Schriftzügen sind die Philippsburger „Gees“ zu sehen, der Huttenheimer Herschbock und der Rheinsheimer Dom.
Was hat es damit auf sich? Im weiteren Umkreis tragen die Philippsburger den mundartlichen Uznamen „Geese“: wohl deswegen, weil in früheren Zeiten in jedem Haushalt eine oder mehrere Geißen, so die Bezeichnung für die weiblichen Ziegen, gehalten wurden. Sie galten als Kuh des kleinen Mannes.
„Herschbock“ ist der Uz- und Neckname der Huttemer – angeblich ein Ausruf des damaligen Fürstschofs bei einer Treibjagd: „Die Huttenheimer springen durchs Dickicht wie meine Hirsche.“ Nicht eine „Stockrübe“ wollten die Rheinsheimer präsentieren, sondern ihren Dom. Der Neckname Stockrieb soll, wie es heißt, auf die oftmals besten Ernten mit den allergrößten Stockrüben hinweisen: eine besonders robuste Anbauart. Wegen ihres wuchtigen Erscheinungsbilds wird die dortige Kirche als „Dom“ bezeichnet. Das Gotteshaus hat mit 75 Meter Höhe den höchsten Turm im Bruhrain.
Die Entwürfe für Rheinsheim und Huttenheim wurden mit dem Ortschaftsrat abgeklärt, lautete der Hinweis in der Sitzungsvorlage. Wichtig sei auch gewesen, dass das Design zwischen den Stadtteilen einen Wiedererkennungswert hat.
Grafiker ist der einheimische Julian Baader mit seiner Firma Clamour-Paranoize, die alle Vorarbeiten großzügig übernommen hat. Wie Ortsvorsteher Peter Kremer mitteilt, wurden mehrere Versionen erstellt und mit den Gremien abgestimmt. Laut Bürgermeister Stefan Martus (Uli) gab es bislang die veralteten Ortstafeln mit Veranstaltungshinweisen. Fielen keine Terminbekanntgaben an, so kam das alte Logo zum Vorschein. Künftig ist ein neues Logo zu sehen.
(W. Schmidhuber)
Bilder: Julian Baader