Offene Kinder- und Jugendarbeit als Herausforderung

Emely Maier ist jetzt für das Jugendzentrum Huttenheim zuständig

Emely Maier im JUZ Huttenheim

Das Jugendzentrum JUZ in Huttenheim hat nicht nur mit der AWO einen neuen Träger, sondern auch eine neue Chefin: die 26-jährige Emely Maier, zuständig für die Kinder und Jugendlichen in dem Stadtteil. Das geräumige Domizil befindet sich im obersten Stock des Pfarrheims, das – etwas ungewöhnlich – zu 56 Prozent der Stadt, zu 44 Prozent der Kirche gehört. Zum Amtsantritt stand für die junge Dame neben der Programmgestaltung die Verschönerung der Unterkunft auf ihrer Agenda.

Mit Emely Maier kommt keine Unbekannte. Die studierte Waldorfpädagogin ist die Tochter von Heiko Maier in Wiesental: Kabarettist, Wortakrobat, Gitarrenspieler, Sänger, Entertainer und Spaßmacher. In der Regel kommt bei einem der gemeinsamen Auftritte in der Region ein Dreiergespann zustande – Papa mit den beiden Töchtern Emely und July.

Die offene Kinder- und Jugendarbeit in der Gesamtstadt Philippsburg, bislang in Eigenverantwortung der Stadt, wurde mit Gemeinderatsbeschluss in die Hände der „AWO Soziale Dienste“ gelegt. Im neuen Team im JUZ arbeiten außer der Einrichtungsleiterin und der FSJlerin Elvan Demirkan auch eine Honorarkraft und vier Ehrenamtliche mit. Alles klappe hervorragend, ist zu hören. Einen großen Vorteil bringt Emely Maier mit: Sie ist kein introvertierter Typ. Sie „kann mit den Jugendlichen.“ Garantiert ist ein auffallend harmonisches Klima. So geht es locker und lustig zu. 

Für das kleine Huttenheim sind die Räume recht groß: Es gibt einen größeren und kleineren Aufenthaltsraum, eine Küche, eine Theke, Gelegenheiten zu vielen Spielen, so Tischtennis, Billiard, Air-Hockey-Tisch, dazu einen Fernseher und zwei PCs. Alles ist auf dem neuesten Stand. Bevor sie ihre Stelle antrat, arbeitete Emely Maier in Heidelberg. Ein Arbeitsplatz nahe dem Wohnort Wiesental klang interessant. Auch das Angebot, eine offene Kinder- und Jugendarbeit zu übernehmen: für sie eine Herausforderung, der sie sich gerne stelle. Sie wolle sich auch dafür verwenden, dass künftig mehr Jugendliche kommen und nicht schwerpunktmäßig Kinder.

Zum Start in die Sommerferien fielen einige Arbeiten an, Flächen wurden neu gestrichen. Pinsel und Farbeimer gehörten zum Inventar. „Upcycling“ nannten es die jungen Helferinnen und Helfer. Damit nahmen sie auch eine Aufwertung des Mobiliars vor, etwa durch Verkleidungen und Verblendungen. „Es sollte einfach gemütlicher bei uns zugehen“, hieß es. Eine neue Couch und ein wuscheliger Teppich kamen hinzu. 

Das Jugendzentrum ist immer gut besucht. Manchmal treffen sich zehn, oft aber auch um die 20 Heranwachsende. So gibt es Spiel- und Bastelnachmittage. Gerne angenommen werden die Filmabende, Tanzstunden, Kochtreffs. Beliebt sind das Zupfbrot und die Pizza. „Es geht familiär bei uns in Huttenheim zu“, sagt Emely. Auch beteiligte sich das JUZ am Ferienprogramm der Stadt: fünf Tage hintereinander, jeweils von 10 bis 14 Uhr.
 

W. Schmidhuber

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