Stadt sorgt für Hitzeschutz in den Kindergärten

Eltern für kurzfristige und mittelfristige Abhilfen

Die Stadt Philippsburg tut etwas für den Hitzeschutz in den Kindertagesstätten. Damit kommt sie der Forderung aller Elternbeiräte nach kurz- und langfristigen Hitzeschutzmaßnahmen in den Einrichtungen nach. Neben dem Antrag der Kindergärten gab es auch entsprechende Vorstöße der FW- und der Uli-Fraktion. 

Einigkeit herrschte im Gemeinderat, dass die derzeitige Situation bei teils über 40 Grad Celsius nicht mehr hinnehmbar ist. Einstimmig beauftragte das Gremium die Verwaltung, umgehend die Prüfung geeigneter Möglichkeiten des Hitzeschutzes in den Kitas vorzunehmen und sodann über die Ergebnisse zu informieren.

Ihre Bewertung trug Elternbeiratsvorsitzende Darinka Peters vor und fand breite Zustimmung. Besonders hob sie die Notwendigkeit langfristiger Lösungen hervor. Konkret hieß es in Antrag der Eltern: „Wir fordern eine Begutachtung aller Gebäude unter dem Gesichtspunkt der baulich-technischen Möglichkeiten zur Minderung enormer Hitzeentwicklung in den Räumen.“ Darauf aufbauend die schnellstmögliche Umsetzung der Empfehlungen der Sachverständigen. 

Laut Bürgermeister Stefan Martus (Uli) fanden in den zurückliegenden Wochen mehrere Gespräche mit den Leitungen der Kindergärten statt, um die aktuelle Situation zu bewerten und kurzfristige sowie langfristige Handlungsmöglichkeiten zu erörtern. 

Die Verwaltung habe gemeinsam mit den Einrichtungsleitungen bereits alle rasch umsetzbaren und zumutbaren organisatorischen Schritte unternommen, um die Auswirkungen hoher Temperaturen auf Kinder und Beschäftigte so gering wie möglich zu halten. Hierzu gehört etwa, dass an besonders heißen Tagen bereits ab 5 Uhr morgens gelüftet wird, um die Gebäude lange kühl zu halten. Hinzu kommen noch die Anpassung des Tagesablaufs, regelmäßige Trinkangebote, die Nutzung beschatteter Aufenthaltsbereiche und weitere organisatorische Mittel.

Unabhängig davon, so Martus, verfolge die Verwaltung das Ziel, tragfähige und nachhaltige Lösungen für alle Kindertagesstätten zu entwickeln. Da die baulichen Gegebenheiten der Einrichtungen unterschiedlich sind, sei eine objektbezogene fachliche Bewertung erforderlich. Das Rathaus stehe bereits mit einem Ingenieurbüro in Kontakt, das alle städtischen Kindergartengebäude hinsichtlich möglicher technischer und baulicher Maßnahmen zum Hitzeschutz untersuchen und Lösungsvorschläge erarbeiten soll. Derzeit wird geklärt, ob im Zuge der Sanierung des katholischen Kindergartens St. Agnes „nachgesteuert“ werden kann.

Peter Steinel (Uli) sprach sich gegen Schnellschüsse aus und für bauphysikalische Untersuchungen. Laut Christopher Moll (FW) sind die einsetzbaren Mittel erschöpft. Überlegungen für den Innen- und Außenbereich brachte Hans Gerd Coenen (CDU) ein. Etwas ärgerlich erinnerte Jasmine Kirschner (LDP), dass ihre Initiative 2022 zu Trinkbrunnen und Hitzeschutz von gewissen Teilen im Gemeinderat nur milde belächelt wurde. 

 

W. Schmidhuber

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