Zehn neue Wohneinheiten in Rheinsheim

Gemeinderat erörtert Bebauungsplan „Weihergärten/Hintere Dörfel“

Die brachliegende Fläche, auf der künftig die Bauplätze entstehen sollen.

Seit gut fünf Jahren ist die mögliche Wohnbebauung in einem Abschnitt der Birkenstraße ein Thema. Jetzt werden Nägel mit Köpfen gemacht. In der jüngsten Sitzung hat der Gemeinderat die planungsrechtlichen Voraussetzungen für eine bauliche Entwicklung im Bereich südlich der Birkenstraße im Ortsteil Rheinsheim geschaffen. 

Dort befindet sich eine bislang unbebaute innerörtliche Fläche, die im rechtskräftigen Bebauungsplan „Weihergärten/Hintere Dörfel“ aufgrund einer ursprünglich vorgesehenen verkehrlichen Nutzung von der Bebauung freigehalten worden war. Das Gebiet ist knapp 2.600 Quadratmeter groß.

Laut Sitzungsvorlage wird die zugrunde liegende Straßenplanung seit längerer Zeit nicht weiterverfolgt, sodass die städtebauliche Notwendigkeit für eine Freihaltung entfallen ist. Nach einer längeren Aussprache fasste das Gremium den „Aufstellungsbeschluss“, entschied über die städtebauliche Vorzugsvariante und beauftragte die Verwaltung mit der Durchführung des Verfahrens.

Dabei folgte der Gemeinderat der Empfehlung des Ortschaftsrates Rheinsheim und beschloss einmütig, der Variante 2 - von insgesamt vier - den Vorzug zu geben. Wie es in den Sitzungsunterlagen hieß, wurde im Vorfeld der Planungen eine Eigentümerbefragung durchgeführt, die ein deutliches Interesse an einer baulichen Entwicklung des Bereichs erkennen lasse.

Vor diesem Hintergrund sollen die Fläche im Zuge der Innenentwicklung einer „maßvollen Wohnbebauung“ zugeführt und die planungsrechtlichen Voraussetzungen entsprechend angepasst werden.

Zur Vorbereitung der Planung wurden eine Bestandsvermessung durchgeführt und frühzeitig Abstimmungen mit den zuständigen Fachbehörden des Landratsamtes vorgenommen. Dabei kam es heraus, dass gegen eine bauliche Entwicklung keine Bedenken bestehen und die Änderung des Bebauungsplans im beschleunigten Verfahren durchgeführt werden kann.

Das beauftragte Planungsbüro hat insgesamt vier verschiedene städtebauliche Skizzen erarbeitet, die sich insbesondere hinsichtlich der Bebauungsstruktur, der Erschließung und der Anordnung der Baukörper und Freiflächen unterscheiden.

Zur Diskussion stand auch die Frage, wer die Kosten für die Umsetzung des Projekts tragen soll. Bürgermeister Stefan Martus (Uli) ergänzte den Beschlussvorschlag, dass die Planungs- und Erschließungskosten auf alle umgelegt werden sollen, die in den Genuss dieser Variante 2 kommen. 

Die Planung sieht zehn Wohneinheiten vor, darunter ein Einzelhaus, ein Doppelhaus und sieben Reihenhäuser vor. Jetzt geht es an die Eigentümergespräche, kündigte Martus an. Alle Fraktionen lobten den anvisierten Lückenschluss. Auf den vorhandenen Wohnungsbedarf wies Ortsvorsteherin Jasmine Kirschner hin. Dem Ortschaftsrat sei auch wichtig gewesen, sparsam mit Grund und Boden umzugehen: weder alles dicht zuzubauen noch allzu großzügig zugeschnittene Grundstücke anzubieten.


W. Schmidhuber

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