Situation vor Ort

Wie viele Menschen kommen nach Philippsburg?

Der Anteil der Asylbewerber, den jedes Bundesland aufnehmen muss, wird nach dem sogenannten „Königssteiner Schlüssel“ festgesetzt. Er wird für jedes Jahr entsprechend der Steuereinnahmen und der Bevölkerungszahl der Länder berechnet, für Baden-Württemberg wären das knapp 13%. Davon werden circa 2,95% auf die Stadt Philippsburg verteilt.

Die Zahlen der Zuweisung in die Anschlussunterbringung in unser Stadtgebiet sind abhängig von Dauer und Ausgang der Asylverfahren.
Aufgrund der momentanen Situation und der absehbaren Entwicklung herrscht im Landkreis Karlsruhe, was die Aufnahme neuer Flüchtlinge betrifft Entspannung.

 



Woher kommen diese Menschen?

Die meisten kommen aus Syrien, Afghanistan, verschiedenen afrikanischen Ländern, Irak aber auch aus anderen Ländern.

 

Wo werden diese Menschen untergebracht?

Für die Anschlussunterbringung sind nach der Zuweisung durch das Landratsamt die jeweiligen Gemeinden und Städte des Landkreises zuständig.

Aktuell leben über 150 Menschen –Einzelpersonen (überwiegend Männer) und Familien in öffentlichen und privaten Unterbringungen in der Kernstadt und beiden Stadtteilen. Integrationsmanager sind vor Ort zuständig für die soziale Betreuung der Flüchtlinge. Zusammen mit Ehrenamtlichen des 2016 gebildeten Arbeitskreises Integration Philippsburg „füreinander-aktiv-miteinander“ unterstützen sie diese bei der Eingliederung und Integration in die lokale Gesellschaft vor Ort. Hierauf liegt das Hauptaugenmerk, viele haben noch einen mittleren bis größeren Betreuungsbedarf.

 

Wie kann ich helfen?

Ehrenamtliches Engagement für Flüchtlinge

Asylbewerber müssen sich in ihrem neuen und schwierigen Alltag zurechtfinden. Sie kennen unsere Gesellschaft nicht und wissen nicht wie unser gemeinschaftliches Leben organisiert ist. Zur Eingewöhnung bedürfen sie unserer Unterstützung.

Flüchtlinge sind Menschen mit Ressourcen und Potenzial.

Es geht nicht nur darum, etwas für Flüchtlinge zu tun, sondern auch um Unterstützung bei dem, was sie selbst wollen. Es sollen ihnen nicht Dinge abgenommen werden, sondern Chancen gezeigt werden, eigene Wege zu gehen und die eigene Verantwortung für sich selbst wahrzunehmen.
Unsere ehrenamtlichen Aktivitäten finden in verschiedenen Tätigkeitsfeldern statt. Durch diese erleichtern wir unseren neuen Mitbürgern Zugang zum gesellschaftlichen Leben, Bildung und Zugang zum Arbeitsmarkt, Sport, Vereine und Kultur…

Wie überall im Land ist auch in der Stadt Philippsburg ein Rückgang des ehrenamtlichen Engagements aus unterschiedlichen Gründen zu verzeichnen.

Die Flüchtlinge, die Integrationsmanager und der Arbeitskreis Integration Philippsburg freuen sich über jede ehrenamtliche Kraft. Ohne deren Hilfe und Mitwirkung wird sich der Prozess der Integration, der Jahre und Jahrzehnte dauern kann, noch länger hinziehen

 

Zeitmangel? Wie kann ich auf andere Weise helfen?

Auch wenn für Sie keine Möglichkeit eines freiwilligen Engagements besteht, können Sie die entstehenden Projekte und Aktionen durch Sachspenden und/oder finanzielle Spenden unterstützen. Auch dies bezüglich können Sie sich mit der Flüchtlingsbeauftragten Frau Metzger in Verbindung setzen.