Bürgermeister Martus zur Lage in Philippsburg I 05.08.2020

Liebe Mitbürgerinnen und Mitbürger,

als die Weltgesundheitsorganisation Mitte März eine Pandemie ausrief, konnte niemand erahnen, was das für uns, unseren Alltag und unser Miteinander bedeuten würde. Die vergangenen Wochen und Monate haben uns vieles abverlangt. Schulschließungen, die zeitweise Schließung von Geschäften, Kontaktverbote und der plötzliche Einbruch des kulturellen Lebens haben tiefe Spuren hinterlassen, wirtschaftlicher und sozialer Natur.

All diese Maßnahmen wurden ergriffen, um der Ausbreitung des Coronavirus Einhalt zu gebieten, einen sprunghaften Anstieg der Infektionszahlen und eine Überlastung unseres Gesundheitswesens zu verhindern und damit Leben zu retten.

Der Blick auf die bisher niedrigen Infektionszahlen in unserem Landkreis zeigt, dass das entschlossene und konsequente Vorgehen Früchte getragen hat. Wie wichtig das ist, verdeutlichen die gerade wieder aktuell steigenden Infektionszahlen. Gemeinsam und in gegenseitiger Solidarität haben wir Vieles bewältigt und erreicht, daran müssen wir auch in den nächsten Wochen und vor allem bei Auslandsreisen festhalten. Das war sicherlich nicht immer leicht und für viele von uns mit herben Einschnitten verbunden. Ich bin Ihnen allen zutiefst dankbar für Ihren Einsatz, Ihr Verständnis und die zahlreichen konstruktiven Ideen, die mich in diesen schweren Monaten aus allen Richtungen täglich erreichten und noch immer erreichen.

In den letzten Wochen war eine vorsichtige Rückkehr zur Normalität möglich. Schulen und Kindergärten sind schrittweise zum Regelbetrieb zurückgekehrt, die Geschäfte und Restaurants sind bereits seit einer Weile wieder geöffnet. Das macht froh und gibt Hoffnung. Dabei ist und bleibt Vorsicht stets das oberste Gebot. Gesundheit und Sicherheit gehen allem anderen vor. Dank des verantwortungsvollen und umsichtigen Handelns von Ihnen allen können wir diese Krise bewältigen.

Auf diese Verantwortung zählen wir auch in den kommenden Wochen. Vergangene Woche haben die Sommerferien in unserem Land begonnen. Uns werden weiterhin Abstandregeln und Alltagsmasken in geschlossenen Räumen begleiten. Sie sind Ausdruck der neuen Solidarität, die wir auch weiterhin miteinander leben wollen. Die „neue Normalität“ ist zum vielzitierten geflügelten Wort geworden. Zu dieser Normalität gehören Hilfsbereitschaft, achtsame Sorge um die Mitmenschen und Rücksicht. All das ist Teil unseres Alltags geworden. Es ist dieses solidarische Miteinander, das Hoffnung gibt. Bewahren wir uns diese Haltung und blicken wir positiv in die Zukunft!

Die ersten Reiserückkehrer aus Risikogebieten sind bereits wieder in Philippsburg. Bisher allesamt mit negativen Testergebnissen. Zum 1. August 2020 hat das Landesgesundheitsamt klargestellt, dass mit negativem Testergebnis keine Quarantänepflicht mehr besteht. Eine Bescheinigung der Ortspolizeibehörde wird nicht benötigt. Bleiben Sie aber insgesamt achtsam und vorsichtig und achten Sie auf Ihre Mitmenschen, da die mittlere Ansteckungszeit 5 Tage beträgt.

Ich wünsche Ihnen und Ihren Familien einen schönen Sommer. Verbringen Sie schöne Stunden in der unvergleichlichen Natur der Rheinebene. Kehren Sie in der Region ein und genießen Sie die regionale Küche und unterstützen Sie auch weiterhin die Philippsburger Geschäftswelt. Für den Rückhalt, den wir in dieser Hinsicht bisher erfahren haben, bedanke ich mich ausdrücklich nochmal ganz herzlich.

Wie auch immer Sie Ihren Sommer verbringen; ich wünsche Ihnen eine gute Zeit. Achten Sie auf sich und Ihre Mitmenschen und bleiben Sie gesund.

Ihr 

Stefan Martus
Bürgermeister

Was tun bei Schnupfen und anderen Erkältungssymptomen in Kindertageseinrichtungen, Kindertagespflegestellen und Schulen?

Wie auch schon vor der Corona-Pandemie gilt, dass Kinder, die eindeutig krank sind, nicht in die Kindertageseinrichtung, Kindertagespflegestelle oder Schule gebracht werden dürfen.

Wenn Kinder offensichtlich krank in die Einrichtung gebracht werden oder während der Teilnahme am Betrieb der Kindertageseinrichtung, der Kindertagespflegestelle bzw. der Schule erkranken, kann die Einrichtung die Abholung veranlassen.

Zum Thema Schnupfen hat das Land jetzt klargestellt:

Bei Schnupfen, genauso wie bei leichtem oder gelegentlichem Husten bzw. Halskratzen darf Ihr Kind die Einrichtung besuchen. Es dürfen aber keine weiteren Krankheitsanzeichen hinzukommen.

Ab wann müssen Sie Ihr Kind auf jeden Fall zu Hause lassen? 

Wenn mindestens eines der folgenden Corona-Symptome akut vorliegt: 

  • Fieber ab 38,0°C
  • Trockener Husten (nicht durch chronische Erkrankung verursacht, wie z. B. Asthma)
  • Störung des Geschmacks oder Geruchssinns (nicht als Begleitsymptom eines Schnupfens)

Wir empfehlen Ihnen außerdem, in diesen Fällen unbedingt telefonisch Kontakt zum Arzt aufzunehmen. Der behandelnde Arzt entscheidet über die Durchführung eines SARSCoV-2-Tests zum Coronavirus-Nachweis. Wird ein Test durchgeführt, muss das Kinder oder der Jugendliche bis zur Mitteilung des Ergebnisses zu Hause bleiben.

Wird kein Kontakt zu einem Arzt aufgenommen oder wird kein Test durchgeführt, muss ihr Kind zu Hause mindestens einen Tag fieberfrei und wieder in gutem Allgemeinzustand sein, bevor es wieder in die Betreuung oder Schule darf.

Gesunde Geschwisterkinder dürfen die Kindertageseinrichtung, Kindertagespflegestelle oder Schule uneingeschränkt besuchen, sofern sie keiner Quarantäne durch das Gesundheitsamt unterliegen.

Achtung: Durch das Land kann es jederzeit zu einer Anpassung der Regelungen je nach epidemiologischer Situation bzw. neuen wissenschaftlichen Erkenntnissen kommen.

Weitere Informationen finden Sie auf der Seite des Ministeriums für Soziales und Integration Baden-Württemberg mit folgendem Link:
https://sozialministerium.baden-wuerttemberg.de/de/service/presse/pressemitteilung/pid/empfehlungen-zum-umgang-mit-erkaeltungs-und-krankheitssymptomen-bei-kindern-und-jugendlichen/

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